Trainerinnen und Trainer des BMTD werden in diesem Jahr die Landtagswahlen eng begleiten. Wir beobachten die SpitzenkandidatInnen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz (Wahlen im März) sowie in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin (Wahlen im September).
Die politischen Auseinandersetzungen sind härter geworden, die Verbalattacken rüder, die Grenzen dessen, was als „sagbar“ empfunden wird, verschwimmen. Populistische Äußerungen nehmen zu. Komplexe Themen und Zusammenhänge werden vereinfacht und somit missverständlich oder sogar falsch formuliert.
Der BMTD erkennt dies als Gefahr für den politischen Diskurs, für die Meinungsbildung, für die Demokratie. Was hingegen in Diskussionen, Talkshows und Wahlkampfveranstaltungen oft fehlt: Wertschätzende Kommunikation.
Genau dies nehmen wir in unseren Kommunikationsanalysen 2026 genauer unter die Lupe.
Wertschätzend kommuniziert, wer zum Beispiel
… respektvoll mit seinem Gegenüber umgeht.
… Person und Sache voneinander trennt.
… gegensätzliche Positionen anerkennt.
… eigene Interessen und Zielkonflikte offenlegt.
… zur Selbstkritik bereit ist.
… sich selbst nicht für wichtiger hält als geltende Gesetze.
Unser Credo: Diese Grundsätze sind für jeden Diskurs unabdingbar. Sie sind elementarer Bestandteil des Denkens und Handelns in einer Demokratie und haben einen hohen gesellschaftspolitischen Wert. Sie sind wesentlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die BMTD-Trainerinnen beobachten regelmäßig Wahlkampf- Auftritte. Auch in Baden-Würtemberg haben wir uns zugeschaltet.
In der letzten Woche vor der Wahl hat uns SWR aktuell um unsere Einschätzung gebeten. Katja Schleicher hat das für den Verband übernommen.